Veni et armis utere
Fechten wie es war. Fechten wie es sein sollte.

Was wir wollen

Bis Ende der 60er Jahre basierte Fechten in Deutschland auf französischen und besonders italienischen klassischen Stilen. Eine der führenden deutschen Fechtkapazitäten, Othmar Melichar, schrieb 1958 im Lehrbuch der Fechtkunst, Fechten sei die sicherste aller Sportarten. Deutsche Fechter benutzten entweder traditionelle französische oder italienische Griffe an ihren Floretts und Degen.

Im Fechten dominiert jetzt der olympische Stil, bei dem Treffer elektrisch gezählt werden. Orthopädische oder Pistolengriffe und superflexible Klingen werden für kraftvollere Angriffe und einen peitschenähnlichen Effekt benutzt. "Fechter" stürmen aufeinander zu, um als erster "das Licht anzumachen". Statt eine vernünftige und sichere Technik zu benutzen, stechen sie aus naher Entfernung aufeinander ein. Um trotzdem die Sicherheit weiter zu gewährleisten, benötigt man teure Fechtausrüstung.

Während der letzten 20 Jahre hat sich unter Fechtern eine internationale klassische oder traditionelle Fechtbewegung entwickelt, die dem Fechten wieder Disziplin, Bedeutung und Sinn zurückgeben wollen. In Europa sind wir führend in dieser Bewegung. Unser Fechten basiert auf jahrhundertealter erfahrener Fechttheorie, gründet auf Parade und Riposte mit voll ausgestrecktem Schwert und disziplinierter Fußarbeit.

KFS widmet viele Übungsjahre dem Einzel- und Kleingruppen-Training, um technisches Wissen und Erfahrung zu entwickeln. Wir beziehen uns auf eine jahrhundertealte nordeuropäische Tradition, gestützt auf kritisches Denken, aufgebaut auf Verteidigung und Überleben im Zweikampf. Unser Protokoll des Duells erklärt im Detail, wie gutes Fechten sein sollte und was unsere Trainingsziele sind.

Wir lehnen die Regeln der Fédération Internationale d'Escrime (FIE) ab. Fechten sollte nicht auf bürokratische Art und Weise verwaltet werden. Unsere Lehrsätze führen die 400jährige Entwickung der Fechttheorie in Nordwest-Europa fort. Allerdings war das europäische Fechten vor dem bürokratisch organisierten Wettkampf sehr unterschiedlich ausgeprägt. Wir sollten diese Verschiedenartigkeit neu entdecken.